
| Moderation: | Dr. Eberhard Kusber | |
| Themenkreis: | 06 - Bibliotheken in Kommunen – Impulse für Kultur, Kommunikation, Integration | |
| Zeit: | Donnerstag 04. Juni 2009 13:30 - 15:30 | |
| Raum: | Christian Reichart | rechts und Mitte (1.OG) | |
Erwin Miedtke
Stadtbibliothek Bremen - Bremen, Deutschland
Die Perspektive des Gender Mainstreaming beruht auf der Erkenntnis, dass formal geschlechtsneutrale Politik häufig die traditionellen Geschlechterverhältnisse – beabsichtigt oder unbeabsichtigt – reproduziert. Chancengleichheit bedeutet nicht nur formale Gleichstellung der Geschlechter, sondern gleiche Partizipation von Frauen und Männern im wirtschaftlichen, politischen, sozialen und kulturellen Leben.
Gender Planning und Gender Budgeting beschreiben eine geschlechtersensible Vorgehensweise bei fachlichen Entscheidungsprozessen und Verwaltungsaufgaben aus der Erkenntnis heraus, dass Verwaltungshandeln durch eine geschlechterspezifische Verteilung von Ressourcen, Personen, Machtverhältnissen und Organisationskulturen geprägt ist.
Der Vortrag erläutert Beispiele aus der Praxis der Stadtbibliothek Bremen sowohl hinsichtlich der Verteilung von Ausgaben und Einnahmen auf die Geschlechter als auch bezogen auf die Wirkung von Einnahmen und Ausgaben auf die geschlechterspezifische Verteilung von Ressourcen. Ziel ist es, die Geschlechterperspektive möglichst früh in Prozesse einzubeziehen und durch den Gender-Ansatz die Rahmenbedingungen sowohl für den Output als auch für die interne Steuerung so zu gestalten, dass beide Geschlechter vom Prozess der weiteren Entwicklung profitieren und sich einbringen können. Die Wirksamkeit der eingesetzten Mittel wird unter Gender-Aspekten gemessen und evaluiert.
Mit ihrem Ansatz agiert die Stadtbibliothek Bremen als Pilotprojekt bei dem vom Senator für Finanzen gesteuerten Verfahren.
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